Rund um Kassel

Bezahlbarer Wohnraum für Kassel: Wir beauftragen 73 geförderte Wohnungen auf dem Areal der Jäger-Kaserne

Kassel, 28.10.25 – Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel hat den Zuschlag zur Errichtung von zwei neuen Wohngebäuden mit insgesamt 73 Wohneinheiten erteilt. Die neuen Wohnungen entstehen im Konversionsareal der ehemaligen Jäger-Kaserne und werden vollständig als sozial geförderter Wohnraum geplant.

Für uns ist das Projekt ein weiterer wichtiger Schritt, um dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Kassel zu begegnen. Gerade in einer Zeit, in der Wohnraum in vielen Städten zur sozialen Frage geworden ist, setzen wir gezielt auf gemeinwohlorientierte Investitionen in Stadtteile mit Zukunftspotenzial. Die neuen Wohnungen sollen unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht werden – von Ein-Personen-Haushalten bis hin zu Familien mit mehreren Kindern.

Neue Wege im sozialen Wohnungsbau

Die Beauftragung erfolgt über die Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“ des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW. Diese wurde ins Leben gerufen, um Wohnungsunternehmen eine zügige und qualitätsgesicherte Umsetzung von Bauvorhaben zu ermöglichen – mit fest kalkulierbaren Kosten und standardisierten Konzepten. Wir nutzten dieses Instrument erstmals in einem größeren Neubauprojekt und sehen darin eine Chance, schneller und effizienter auf die Herausforderungen des Wohnungsmarkts zu reagieren.

Das Konzept des ausgewählten Anbieters NOKERA überzeugte im Verfahren durch eine Kombination aus Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und technischer Qualität. Die Gebäude werden in serieller Holzhybridbauweise erstellt – mit hohem Vorfertigungsgrad, kurzen Bauzeiten und geringem Ressourcenverbrauch. Der Einsatz von Photovoltaikanlagen, Fernwärme sowie modernen Smart-Home-Lösungen unterstützt zusätzlich die ökologische Zielsetzung des Projekts.

„Gerade beim Bauen müssen wir neue Wege gehen, um Klimaschutz und soziale Verantwortung zusammenzubringen. Die serielle Holzhybridbauweise und die geplante Quartiersentwicklung auf dem Areal der Jäger-Kaserne sind ein Beispiel dafür, wie ressourcenschonendes Bauen und bezahlbarer Wohnraum Hand in Hand gehen können“, betont Stadtklimarätin Simone Fedderke.

Ein Quartier mit Perspektive

Die neuen Wohnungen sind Teil einer umfassenden Quartiersentwicklung auf dem Areal der ehemaligen Kaserne, bei der neben Wohnraum auch infrastrukturelle und soziale Angebote mitgedacht werden. Die Fertigstellung der beiden Gebäude ist bis spätestens Herbst 2027 geplant. „Unser Auftrag als gemeinnütziges Wohnungsbauunternehmen ist klar: Wir wollen und müssen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in Kassel schaffen – für Familien, für Seniorinnen und Senioren, für alle, die in unserer Stadt leben und arbeiten. Dieses Projekt zeigt, dass wir als GWG am Markt aktiv sind und pragmatische Wege gehen, um unserer Aufgabe als soziales Rückgrat gerecht zu werden“, so Uwe Gabriel, Geschäftsführer der GWG Kassel.

Mit dem Neubau auf dem Jäger-Kasernen-Areal verfolgen wir nicht nur bauliche Ziele, sondern auch ein gesellschaftliches: ein lebenswertes, vielfältiges und bezahlbares Kassel mitzugestalten – Stück für Stück, Wohnung für Wohnung.