Im Blick der Öffentlichkeit

Bolzer bekommen Heim

20.03.19
HNA


      

Zufrieden: Von links Prof. Dr. Frank Lehmann (Vorsitzender Star Care), Oberbürgermeister Christian Geselle, Mustafa Gündar (Vorsitzender Streetbolzer) und GWG-Geschäftsführer Peter Ley. FOTO:SUSANNE SCHULLERI

Star Care unterstützt Projekt mit 320 000 Euro
VON SUSANNE SCHULLERI

Kassel – Für die Streetbolzer in Kassel wird ein Traum wahr: Sie erhalten ihr eigenes Vereinsheim, das am Nordstadtstadion im Struthbachweg gebaut wird. Möglich gemacht hat das der Verein Star Care (s. Hintergrund), der eine Sammelaktion dafür bereits im Dezember 2016 angekündigt hatte.

Diese Woche war es soweit. Mit dem Spatenstich erfolgte der erste Schritt zur  Realisierung des Traums. Die Streetbolzer sind ein gemeinnütziger Verein, der mit Straßen-Fußball das Miteinander statt Gegeneinander unter den nicht an den Verein gebundenen Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichsten Lebensräumen fördert. Das Konzept, das auch das Erlernen vom Umgang mit Medien durch selbsterstellte Videodokumentationen beinhaltet, wurde bereits mit dem Bildungspreis „Lernanstoß“ von der Deutschen Akademie für Fußballkultur ausgezeichnet.

Bauherrin ist die Gemeinnützige Wohnungsbau Gesellschaft (GWG) der Stadt Kassel, die das Gebäude nach Fertigstellung kostenfrei an die Streetbolzer vermieten wird. GWG-Geschäftsführer Peter Ley zeigte sich erfreut über das Projekt, das dem sozialen Miteinander von Jugendlichen dient. Das Projekt sollte zunächst gemeinsam mit der Stadt realisiert werden, die Duschen und Umkleideräume für ihren Sportbetrieb am Nordstadtstadion errichten wollte. Da das rechtlich nicht möglich ist, sprang die GWG ein und baut nun beides. „Wer Campingplätze bauen kann, kann auch ein Streetbolzer-Haus errichten“, sagte Ley. Insgesamt sind Baukosten von 580 000 Euro für das gemeinsame Projekt veranschlagt. Auf das Streetbolzer-Haus entfallen 380 000 Euro.

Der Verein Star Care hat bereits 320 000 Euro dafür gesammelt. Die fehlenden 60 000 Euro sollen bis zur Fertigstellung nach den Sommerferien ebenfalls noch durch Spenden zusammenkommen. Der Vorsitzende des Vereins, Prof. Dr. Frank Lehmann, dankte den Spendern, die den Streetbolzern eine Fortführung ihrer mehrfach ausgezeichneten Arbeit in einem festen Gebäude ermöglichen. Oberbürgermeister Christian Geselle würdigte den Einsatz von Star Care, der mit dem Projekt ein weiteres Fundament zur Förderung von Toleranz und Vielfalt geschaffen habe. Am glücklichsten jedoch waren die anwesenden Jugendlichen und der Vorsitzende der Streetbolzer, Mustafa Gündar. „Wir können es noch gar nicht glauben, dass wir bald ein festes Dach über dem Kopf haben werden“, sagte Gündar sichtlich begeistert.

HINTERGRUND

Benachteiligte Kinder fördern

Star Care Hessen ist eine Hilfsorganisation von Mitarbeitern der Daimler AG und Partnerfirmen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Projekte für kranke und benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region zu fördern. Mit Hilfe der Mitglieder werden Aktionen und Veranstaltungen initiiert, deren Erlöse zu hundert Prozent Projekten für die Kinder zu Gute kommen. An sozialen Begegnungsstätten hat Star Care bereits den Kinderbauernhof am Wesertor, die Zirkushalle Zirkutopia in Niederzwehren und das Elternhaus am Klinikum geschaffen. Die benötigten finanziellen Mittel kommen durch Veranstaltungen der gemeinnützigen Hilfsorganisation, sowie durch Spenden und Geld- und Sachmittel unterstützender Partner zusammen.phe



 
 

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