Im Blick der Öffentlichkeit

Nicht nur von außen ein Hingucker

30.12.19
HNA

Räume im Haus Forstbachweg saniert – kurzfristig Ersatz für Olof-Palme-Haus

VON KATHRIN MEYER

Forstfeld – Ein echter Hingucker steht jetzt im Forstfeld. 1,4 Millionen Euro hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) als Betreiberin in den vergangenen Jahren in das Haus Forstbachweg investiert.

Zuletzt 600 000 Euro in die Sanierung der Räume im Untergeschoss. Das Gebäude am Forstbachweg mit knapp 1300 Quadratmetern ist größtenteils vom Jugendamt belegt. Ein Hort und ein Jugendzentrum sind im Erd- und Obergeschoss untergebracht. Bislang konnte nur ein Raum im Untergeschoss für Veranstaltungen und von Bewohnern des Stadtteils genutzt worden.

Das soll sich nach der Erneuerung ändern. Insgesamt stehen jetzt drei Räume zur Verfügung. Neben zwei 27 Quadratmeter großen Räumen, wird es auch einen Veranstaltungssaal geben, der 180 Quadratmeter Fläche hat und in der Mitte geteilt werden kann. Der Saal ist für 80 Personen ausgelegt. 160 Euro kostet die Miete pro Tag.

„Gerade dieser große Raum war sehr wichtig für uns“, sagt Claudia Blos, die bei der Stadt Kassel für die Bürgerräume zuständig ist. Durch die Schließung des Olof-Palme-Hauses habe es gerade in dem Bereich eine große Lücke gegeben; der Saal in der einsturzgefährdeten städtischen Immobilie in Süsterfeld-Helleböhn sei fast jeden Abend und am Wochenende stets für Feierlichkeiten ausgebucht gewesen.

Die Küche, die jetzt im Veranstaltungssaal im Forstbachweg eingebaut wurde, wurde zuvor im Olof-Palme-Haus genutzt. Da sie noch so gut wie neu gewesen sei, habe man sie – genau wie einige Möbel – mit ins Forstfeld genommen. Natürlich sei das Angebot im Forstbachweg kein vollständiger Ersatz für das Olof-Palme-Haus. Aber mit der Übernahme der Verwaltung der Räume im Forstfeld habe die Stadt kurzfristig eine gute Interims-Lösung gefunden, betont auch Kulturdezernentin Susanne Völker.

Einer der beiden kleineren Räume soll als Gruppenraum mit Werkstattcharakter genutzt werden, beispielsweise für ein Reparaturcafé oder eine Fahrradwerkstatt. Der andere Raum soll für Vereinsveranstaltungen und Seminare zur Verfügung stehen.

Die Fassade des Hauses Forstbachweg war bereits 2013 saniert und neu gedämmt worden. Sie ist seitdem im Graffiti-Stil gestaltet worden. Im Rahmen der Sanierung hatte das Haus auch neue Fenster und einen Außenfahrstuhl bekommen, der seither einen barrierefreien Zugang zum Haus ermöglicht.

Offizielle Eröffnung der Räume ist am 27. März kommenden Jahres. Um die Vermietung kümmert sich Hausleiter Andreas Schröder (Telefon: 0561/ 5790655). Auch das Stadtteilmanagement wird in das Haus einziehen und dort ein Büro mit festen Sprechzeiten für die Bürger einrichten.

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