Im Blick der Öffentlichkeit

GWG investiert in die Mitte

29.06.18
HNA

Geschäftsführer Peter Ley stellte Ortsbeirat Bauprojekte vor

Von Susanne Schulleri

MITTE. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) ist einer der größten Vermieter im Bereich des Stadtteils Mitte mit zum Teil sehr altem Wohnungsbestand.

Die jüngste Ortsbeiratssitzung unter der Leitung der neu gewählten Vorsitzenden Vanessa Gronemann nutzte GWG-Geschäftsführer Peter Ley nicht nur, um die aktuell abgeschlossene Sanierung des Gebäudes „Marställer Platz 1“, sondern auch Aktivitäten der vergangenen vier Jahre vorzustellen.

Seine Gesellschaft hat laut Leys Ausführungen in dieser Zeit für originalgetreue Sanierungen und Modernisierungen im Stadtteil Mitte das meiste Geld ausgegeben. „Die wenigen Schätzchen, die wir in Kassel noch haben, wollen wir originalgetreu wiederherstellen“, erläuterte er.

Ein besonderes Beispiel dafür ist sicherlich der Marställer Platz 1, ein Gebäude, von dem man aufgrund des Daches gedacht habe, es sei in der 50-er Jahren entstanden. Tatsächlich ist das Haus im Jahr 1929 erbaut worden und erhielt nun unter anderem seinen ursprünglichen Dachstuhl zurück.

In der Wildemannsgasse, im Steinweg, in der Brüderstraße und im Graben hat die GWG weitere ihrer Gebäude originalgetreu saniert und modernisiert. „Wir wollen zeigen, dass man auch mit Gebäuden aus den 50er-Jahren modernes Wohnen gestalten kann“, so Ley. Als besonders gelungenes Beispiel ist hier die Wohnanlage im Graben zu sehen. Die Wohnungen wurden allesamt komplett umgebaut und mit bodentiefen Fenstern hell gestaltet.

Da die Hauseingänge direkt auf dem Bürgersteig liegen und die Klappläden zumindest im Erdgeschoss eine Gefahr für Fußgänger darstellen würden, wurden Fensterläden zum Schieben bündig mit der Fassade installiert. Zudem wurden Balkone angebaut und die Erdgeschosswohnungen behindertengerecht gestaltet.

Ortsbeiratsmitglied Joachim Hoesch bezeichnete das Vorgehen der GWG als „gelungenes Musterbeispiel dafür, was man aus alter Bausubstanz alles machen kann“. Er sieht darin auch Synergieeffekte für die Stadt Kassel, da dadurch eine Klientel mit höherem Budget angezogen werde, die der Stadt weitere Steuereinnahmen beschere.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Annett Martin, die bei der GWG für das soziale Management zuständig ist, den Stadtteiltreff piano vor. Außerdem berichtete Dieter Hankel vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein vom Wanderweg Kassel-Nord, der ab dem Kulturbahnhof ein kurzes Stück durch den Stadtteil Mitte führt.

     
Wurden saniert: Die Häuser am Graben gegenüber der Stadthalle wurden im Stil der 50er-Jahre umgebaut. Foto: Susanne Schulleri


 
 

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