Im Blick der Öffentlichkeit

Wohngegend bei Familien sehr beliebt

23.07.18
HNA

GWG investierte 12 Millionen: Hochhäuser  im Philippinenhof sind saniert

    
Blick vom Hegelsberg: Die sogenannten Punkthäuser im Philippinenhof sind in den vergangenen Jahren von der GWG komplett saniert worden. © Foto:  Kathrin Meyer

Philippinenhof-Warteberg. Seit 2005 saniert die GWG die sogenannten Punkthäuser im Stadtteil Philippinenhof-Warteberg. Derzeit laufen die Arbeiten am letzten der fünf Häuser. Die ersten vier haben jeweils 48 Wohneinheiten auf acht Etagen. Das Haus am Philippinenhöfer Weg 52, das jetzt saniert wird, ist mit 32 Wohneinheiten etwas kleiner. 3,4 Millionen investiert die GWG hier.

„Vor gut 20 Jahren war die Siedlung ein Sorgenkind, weil viele Wohnungen leer standen“, sagt GWG-Geschäftsführer Peter Ley. Aber das habe sich mittlerweile geändert. 400 Menschen wohnen in den Anlagen an der Hoheneicher Straße und am Philippinenhöfer Weg. Leerstand gibt es hier im Norden Kassels kaum.

Das Sanierungskonzept der GWG beinhaltete eine Umgestaltung der Fassaden. Die schon aus der Ferne markanten, grauen Zementplatten an den Häusern wurden entfernt und eine neue Wärmedämmung angebracht. Abschließend bekamen die Häuser einen weißen Anstrich. Auch die Eingangsbereiche wurden mit Glaselementen umgestaltet und wirken so heller. Außerdem erfolgte eine Erneuerung von Aufzügen und Treppenhäusern. In den Wohnungen wurden die Bäder erneuert.

  

Arbeiten sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein: Das zuletzt sanierte Haus im Philippinenhöfer Weg 52. © Foto: Kathrin Meyer

Insgesamt zwölf Millionen hat die GWG seit etwas über zehn Jahren in das Sanierungskonzept für die auffälligen Bauten im flächenmäßig kleinsten Kasseler Stadtteil investiert. Bei den Häusern handelt es sich nicht um Hochhäuser. Von Hochhäusern wird erst ab einer Höhe von 30 Metern gesprochen, das sind in etwa zwölf Stockwerke.

„Wir standen vor der Frage, investieren oder die Immobilien zurückbauen“, sagt GWG-Geschäftsführer Ley. „Damals haben wir beschlossen, zu investieren, und das war genau die richtige Entscheidung.“ Mittlerweile hat sich Philippinenhof gerade für Familien zu einer beliebten Wohngegend entwickelt.

Neben Waldau, Helleböhn und den Oberzwehrener Bereichen Brückenhof und Mattenberg, zählt der Philippinenhof allerdings auch zu den Teilen der Stadt mit den meisten Sozialwohnungen. In diesen Stadtteilen liegt die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen laut Wohnungsmarktbericht der Stadt Kassel von 2017 bei über 300.

Bei der Vergabe der Wohnungen werden ausschließlich Haushalte mit Wohnberechtigungsschein berücksichtigt. Sie dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Wie überall in Deutschland hat auch in Kassel die Anzahl der öffentlich geförderten Wohnungen in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Waren es im Jahr 2001 noch über 10 000 Wohnungen, so ist die Zahl im Jahr 2016 auf unter 6 000 gesunken.

Die Mehrzahl der derzeit in Kassel noch öffentlich geförderten Wohnungen wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren errichtet.

Hintergrund

Die Bezeichnung Punkthäuser im GWG-Bestand rührt aus der zentralen Erschließung im Mittelpunkt des Grundrisses. Die GWG-Punkthäuser sind nicht mit dem gleichnamigen DDR-Bautypus zu vergleichen. Die DDR-Punkt-Hochhäuser zählen zu den typischen industriellen Wohnungsbauten der früheren DDR. Das sogenannte DDR-Punkt-Hochhaus besteht aus Blockelementen, die über ein H-förmiges-Gangsystem verbunden sind. Mit bis zu 50 Metern Höhe sind die Punkt-Hochhäuser einer der am höchsten gebauten Plattenbautypen der DDR.

 

 
 

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