Im Blick der Öffentlichkeit

Vieles neu in Waldau

24.08.18
HNA

Wohnungsgesellschaft GWG investiert rund 15 Millionen Euro

      
Bald weniger Heizkosten für die Mieter: Das GWG-Gebäude an der Breslauer Straße 35 erhält gerade eine Wärmedämmung. Foto: Peter Dilling

WALDAU. Waldau sei „ein zukunftsfähiger und interessanter Standort“ für die Vermietung von Wohnungen, sagte Peter Ley, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG, während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats.
Die GWG investiert deshalb kräftig in ihren dortigen Bestand: Bis 2020 wird sie laut Ley insgesamt rund 15 Millionen Euro für die Sanierung ihrer in die Jahre gekommenen Wohnblocks an der Breslauer Straße ausgeben. Es handelt sich um fast 200 Wohnungen, etwa ein Drittel des gesamten GWG-Wohnungsbestands in Waldau.

  Geschäftsführer der GWG, Peter Ley

Ortsvorsteher Kassel Waldau, Joachim Bonn

Bereits seit drei Jahren werden die Blocks aus den 1960er und 1970er Jahren in zwei Bauabschnitten nicht nur energetisch saniert. Die Fassaden, Eingangsbereiche, Flure und Treppenhäuser erhalten ein ansprechenderes Ambiente und werden, wo es möglich ist, barrierefrei gestaltet. Die Haustechnik wird erneuert und es werden neue Bäder eingebaut. Das GWG-Haus in Nr. 51 ist bereits fertig saniert. „Das sind dann Adressen, wo man sich nicht mehr schämen muss“, meinte Ley. Auch das Wohnumfeld werde verbessert. Allein die Sanierung der drei Häuser Breslauer Straße 35, 45 und 51 lässt sich die GWG zwölf Millionen Euro kosten. Nächstes und übernächstes Jahr würden auch die Gebäude Nr. 2 und 4 saniert. Das kostet noch mal 2,8 Millionen Euro. Die mit der Modernisierung einhergehende Mieterhöhung bewege sich zwischen 29 und gut 63 Euro pro Wohnung, teilte Ley mit. Für Hartz- IV-Bezieher werde die Anhebung „gekappt“, falls sie die Erstattungsgrenze des Sozialamts überschreite. Ortsvorsteher Joachim Bonn erinnerte daran, dass nicht alle Waldauer Bewohner von Siedlungshäusern das Glück haben, in GWG-Häusern zu wohnen, und fragte Ley, ob die GWG nicht Interesse habe, die Häuser der Wohnungsgesellschaft Buwog zu kaufen. Diese war unter anderem wegen strittiger Nebenkostenabrechnungen und Defiziten bei der Unterhaltung ihrer Gebäude ins Gerede gekommen.

Die GWG habe ein Interesse ihre eigenen Wohnungen zukunftsfest zu machen, nicht aber, sich Probleme einzuhandeln, antwortete Ley. Außerdem habe er gehört, die Buwog habe inzwischen ihren Bestand an die Gesellschaft Vonovia (früher Deutsche Annington) veräußert. Diese Gesellschaft gehöre seiner Erfahrung nach eher zu den besseren Vermietern in Deutschland.

Das Problem des Mangels an sehr günstigen Wohnungen lösen die Investitionen der GWG nicht. Noch sind weit mehr als die Hälfte des Bestandes Sozialwohnungen. Bis 2030 würden diese aber nach und nach weitgehend aus der Förderung herausfallen, sagte Ley. (pdi) Archivfotos: Schachtschneider/nh, Claas Michaelis, nh

 
 

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