Im Blick der Öffentlichkeit

Sanierung statt Neubauten

14.11.17
HNA

GWG will sich am Rothenberg auf die Modernisierung ihrer Siedlung konzentrieren

ROTHENDITMOLD. Die GWG, Wohnungsgesellschaft der Stadt Kassel, plant in Rothenditmold im Gegensatz zu anderen Stadtteilen keine neuen Bauprojekte. Mit den aktuellen Neubauvorhaben wie dem Bau von Wohnungen auf dem Gelände der früheren Eichendorff-Schule in Bettenhausen sei die GWG schon an der finanziellen Grenze ihrer Möglichkeiten angelangt, sagte deren Geschäftsführer Peter Ley während der Sitzung des Ortsbeirats Rothenditmold im Haus des Sozialen Friedensdienstes (SFD). Außerdem wolle man sich auf die Umnutzung von bestehenden gewerblichen Gebäuden für Wohnzwecke konzentrieren.

Millionen für Siedlung

Die GWG stecke schon Millionen in die Sanierung und Modernisierung der Rothenberg-Siedlung aus den 1930er-Jahren und ihres Umfeldes. Die Häuser waren damals nach den Plänen des renommierten Architekten Otto Haeseler errichtet worden und stehen heute als Ensemble unter Denkmalschutz. Diese Sanierungsarbeiten würden auch fortgesetzt, sagte Ley. Auf die Frage aus den Reihen des Ortsbeirats, ob sich die GWG nicht mit Wohnungsbau auf dem Gelände der ehemaligen Thyssen-Henschel-Fabrik engagieren wolle, wies Ley auf die schwierigen Eigentumsverhältnisse hin.

Noch vor 15 Jahren sei die Siedlung wie eine „kleine Geisterstadt“ gewesen, 77 Wohnungen hätten damals leer gestanden, berichtete der GWG-Geschäftsführer. Inzwischen habe die GWG diesen Bestand zu 40 Prozent modernisiert, man investiere bis zu 40 000 Euro pro Wohnung. Es gebe unter anderem eine hohe Nachfrage von Studierenden.

Das sanierte ehemalige Wachhaus der Siedlung sei als beliebter Treffpunkt zum „Wohnzimmer“ der Bewohner geworden. Ley räumte gegenüber dem Ortsbeirat ein, dass die Versorgungssituation mit Dingen des täglichen Bedarfs am Rothenberg nicht so gut ist. Die GWG werde in Kooperation mit der Kasseler Markthalle demnächst regelmäßig regionale Frischeprodukte am Waschhaus-Treff anbieten. „Wir werden das probieren“, sagte er. Auf Skepsis stieß bei Ley die Anregung des Ortsbeirats, zwischen der Breithauptstraße und der Kita Zierenberger Straße einen Durchgang über das Gelände der dortigen GWG-Siedlung zu schaffen. Eltern und Kinder müssten bisher einen langen Umweg über die Naumburger und die Philippistraße nehmen, sagte Ortsvorsteher Hans Roth. Vor zwölf Jahren hatten die Bewohner der Siedlung diese Idee unter anderem wegen des befürchteten zusätzlichen Parkdrucks und Pkw-Verkehrs an der Breithauptstraße abgelehnt. Ley will nun den Vorschlag des Ortsbeirats erneut prüfen. (pdi)

             
Wohnungen stark gefragt: Die GWG hat in der Siedlung am Rothenberg unter anderem den Straßenraum umgestaltet, um den Mietern – wie hier auf der Frankenbeger Straße – mehr Schutz vor vorbeifahrenden Autos zu bieten. Foto: Dilling



 
 

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