Im Blick der Öffentlichkeit

Mieter sollen sich melden

10.11.15
HNA 10.11.2015

Die Wassergeld-Erstattung sorgt für jede Menge Verwaltungsaufwand

VON JÖRG STEINBACH
KASSEL
. Mit der Wassergeld-Rückzahlung haben Stadtwerke, Wohnungsgesellschaften, private Vermieter sowie Hausverwaltungen jede Menge Arbeit. „Wir haben ein Team aus Mitarbeitern und Externen aufgebaut, das sich ausschließlich um die Erstattung kümmert“, sagt Stadtwerke-Sprecher Ingo Pijanka.

Flotte Erstattung


Mit acht Millionen Euro sei fast die Hälfte der insgesamt 17,8 Millionen Euro nach zwei Monaten bereits ausgezahlt. Die komplette Erstattung müsse bis Ende 2016 erfolgt sein, doch so lange werde man wohl nicht brauchen. Die flotte Erstattungs-Arbeit sei „eine äußerst respektable Leistung der Kollegen“. Es brauche auch niemand Angst zu haben, „dass wir jemanden vergessen“. Jede Nachfrage bei den Städtischen Werken zum jetzigen Zeitpunkt binde Ressourcen und verzögere die weiteren Auszahlungen, bittet Pijanka die Wasserkunden darum, von Nachfragen in Sachen Rückzahlung abzusehen.

Dass die Stadtwerke, die ihre Erstattungs-Kosten auf annähernd eine Million Euro schätzen, niemanden vergessen, dafür hat auch die Landeskartellbehörde gesorgt. Im Vergleich wurde vereinbart, dass die Stadtwerke eine Strafzahlung für jede nicht geleistete Erstattung berappen müssen. Deshalb wird versucht, wirklich jeden Kunden ausfindig zu machen und zu entschädigen.

Eine Menge Verwaltungsaufwand haben auch die Vermieter. Sie bekommen von den Stadtwerken eine Gesamtsumme erstattet und müssen dann die Wassergeld-Abrechnungen von Anfang 2008 bis März 2012 zur Berechnung der Erstattungen
an ihre Mieter heranziehen, die 20 Prozent des gezahlten Wassergeldes zurückbekommen. Wenn der Vermieter nicht weiß, wohin frühere Mieter aus der fraglichen Zeit umgezogen sind, wird es allerdings schwierig. „Der Vermieter hat keine Nachforschungspflicht“, stellt der Kasseler Haus-&-Grund-Vorsitzende
Wolfram Kieselbach die Sicht des Verbandes klar.

Sei die neue Adresse eines früheren Mieters nicht bekannt, müsse der Vermieter diese nicht ermitteln. Nur wenn die neue Anschrift eines früheren Mieters bekannt sei oder der Mieter sich melde, werde das Wassergeld vom Vermieter erstattet,
erklärt Kieselbach. Auch Mieterbund Nordhessen-Geschäftsführer Folker Gebel sieht eine Mitwirkungspflicht des Mieters. Der Mieterbund rät seinen Mitgliedern, einer Rückzahlung auf die Sprünge zu helfen und den Vermieter daran zu erinnern, dass man zu viel gezahltes Wassergeld zurückhaben wolle.

 
 

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