Im Blick der Öffentlichkeit

Bau-Grund überall gesucht

01.11.15
Extra-Tip 01.11.2015

Pestel-Studie fordert Wohnungsbau
Von RAINER HAHNE

Kassel. Die aktuelle Wohnungsmarkt-Analyse des Pestel-Instituts sorgt in Nordhessen für Furore: Allein im Landkreis Kassel werden 1120 neue Wohnungen gefordert, 580 sind es im Kreis Hersfeld/Rotenburg. Beauftragt wurde das Institut von der IG Bau und Vertretern der Baubranche.

Für die Stadt Kassel haben die Wissenschaftler im Auftrag von Gewerkschaft und Baufirmen noch keine Zahlen „erforscht”, doch gebaut werden soll trotzdem. Im Blickpunkt ist dabei die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG. Im Gespräch mit dem EXTRA TIP bestätigte Geschäftsführer Peter Ley, dass seine Firma aktuell überall in der Stadt Grundstücke prüft.

Geplant sind keine großen Sozialsiedlungen, sondern kleine überschaubare Einheiten, in die in erster Linie Mieter einziehen sollen, die schon seit langem Mieter der GWG sind. „Wohnungen sind in Kassel schon lange rar geworden”, erklärt Ley. „Immer wieder kommen Menschen in unsere Stadt, haben gehört, dass der Wohnraum noch günstig ist und müssen dann feststellen, dass auf dem Markt nichts zu haben ist.” Grund genug für die GWG, vom Einfamilienhaus bis zum Mehrfamilienhaus alles zu planen, was auf städtische Grundstücke gebaut werden kann. Neue Grundstücke will die GWG nicht zusätzlich ankaufen.

Gebaut werden soll insbesondere für Familien mit zwei und mehr Kindern, denn für die ist es sehr schwierig, in Kassel fündig zu werden. „Natürlich können auch Flüchtlinge bei uns wohnen. Selbstverständlich, dass man das nicht unbedingt erwähnen muss”, unterstreicht Ley, der für die Asylbewerber Wohnungen aus dem Bestand anbieten will – wenn sie denn ihre Aufenthaltsberechtigung haben und in Kassel bleiben wollen.

Mietfähige Obdachlose

Obdachlose werden auch weiterhin bei der GWG Wohnraum finden. „Wir arbeiten schon seit Jahren mit sozialen Gruppierungen zusammen”, so Ley, der aber auch eine Einschränkung macht. „Es sollten Menschen sein, die die Bereitschaft und Fähigkeit mitbringen, in häuslicher Gemeinschaft zu wohnen, also mietfähig sind.” Finanziell ist das ohnehin kein Problem: 93 Prozent der GWG-Bestandsmieten liegen unter den Mietobergrenzen für den Unterkunftsbedarf.



GWG-Geschäftsführer Peter Ley. Foto: Soremski

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