Im Blick der Öffentlichkeit

Lebensabend ohne Hürden

05.05.15
Quelle: HNA

    

         

Baustelle im Forstfeld-Quartier: Die GWG saniert für 33 Millionen Euro dort ihre Mietshäuser.

Neuer Stadtteiltreff bietet Kontakte, Pflege und Beratung für Mieter im Forstfeld

FORSTFELD. Giuseppe Mitterrutzner, Gisela Klapp und Käthe Marz wissen den Stadtteiltreff im Forstfeld als Ort für Freizeitbeschäftigung und das Austauschen von Neuigkeiten zu schätzen. Die Mieter der stadteigenen Wohnungsgesellschaft GWG kommen vor allem gern, wenn Jürgen Siegwolf vom Nachbarschaftsverein Piano das Mittagessen kocht. „Seine Suppen sind wunderbar“, sagen die drei Senioren.


Seit kurzem bietet der Treff, der allen aus dem Stadtteil offensteht, aber mehr als Geselligkeit: Er ist die Anlaufstelle für Mieter, die einen Pflegedienst benötigen oder wissen wollen, wie sie zu einer zu einer barrierefreien Wohnung im Quartier oder an eine Haushaltshilfe kommen können, wenn sie es allein nicht mehr schaffen.

Ein Lebensabend ohne Hürden im angestammten Zuhause: Dieses Ziel will das Gemeinschaftsprojekt „Leben im Quartier - Wohnen für Generationen“ erreichen. Im Stadtteiltreff, der aus der Steinigkstraße ins Haus Heinrich-Steul-Straße 9 in größere, renovierte Räume umgezogen ist, laufen die Fäden der Kooperationspartner GWG, der Stadt Kassel, dem ambulanten Pflegedienst der Diakoniestationen und des Nachbarschaftsvereins Piano zusammen.


Die vielen älteren Mieter können auf eine Rundum-Versorgung bis ins hohe Alter in gewohnter Umgebung zählen: Die GWG investiere 33 Millionen Euro in die Sanierung von 423 Wohnungen im Forstfeld-Quartier und einen bedarfsgerechten barrierefreien Umbau, sagte Geschäftsführer Peter Ley. Man richte außerdem fünf Pflegewohnungen her, die für Mieter mit starken Handicaps und hohem Betreuungsbedarf geeignet seien. Eine davon werde immer in Reserve gehalten, um Mietern in einer plötzlichen gesundheitlichen Notlage sofort helfen zu können.

„Das ist einzigartig in Kassel“, sagte Ley. Die Diakoniestationen der evangelischen Kirche sind mit einem ständig besetzten Stützpunkt in die Siedlung an der Heinrich-Steul-Straße eingezogen, um die Pflege rund um die Uhr sicherzustellen. Das Projekt wird von der Stiftung Deutsches Hilfswerk mit insgesamt mehr als 150 000 Euro auf drei Jahre gefördert. Für das Geld haben die Diakoniestationen die Quartiermanagerin Kirsten Dittmann angestellt, die als Lotse für die Mieter fungiert. (pdi)

Stadtteiltreff, Heinrich-Steul-Straße 9. Tel. 97 97 56 00

            

Kontakt und Beratung: Quartiermanagerin Kirsten Dittmann (von links), Giuseppe Mitterrutzner, Gisela Klapp, Käthe Marz (GWG-Mieter), Jürgen Siegwolf und Reiner Steube (Verein Piano) kamen bei der Einweihung des Stadtteiltreffpunkts schnell ins Gespräch. Foto: Dilling

 
 

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