Im Blick der Öffentlichkeit

Wohnen und Leben östlich der Fulda

01.04.15
Quelle: Kassel - östlich der Fulda - 04 - 05.2015

Ein interessantes Gespräch mit Herrn Peter Ley ...
dies umschreibt unser Interview mit dem Geschäftsführer der GWG besser.

           

Jürgen Wenzel, Peter Ley, Klaus-Peter Hünnerscheidt

Mit einem Augenzwinkern fragten wir zunächst, ob der GWG schon einmal gespendet wurde und daraufhin dem Spender eine Quittung ausgestellt wurde.
Herr Ley lächelte, denn er hatte sofort verstanden, dass die Eingangsfrage sich auf den Begriff gemeinnützig‘ der Wohnungsbaugesellschaft bezog.

Seine Antwort lautete zum einen ‚Nein‘, denn seit 1991 haben Wohnungsbaugesellschaften generell nicht mehr den Status eines gemeinnützigen Unternehmens. Andererseits ‚Ja‘, denn die GWG beziehe bei ihrem Handeln stets die sozialen Gesichtspunkte mit ein und führe deswegen nach wie vor zurecht ihren Namen.

Den Wegfall der Gemeinnützigkeit bezeichnete Herr Ley als ‚Glücksfall‘, denn dies habe den Vorteil, Gewinne erwirtschaften zu dürfen und dabei gleichzeitg den Beweis zu erbringen, trotzdem in der Lage zu sein, sich sozial zu engagieren.
Diesen Beweis führe die GWG, die eine einhundertprozentige Körperschaft der Stadt Kassel ist, bereits seit Jahren, indem sie kontinuierlich steigende Überschüsse erwirtschafte, aber eben nicht auf Kosten der Kunden, also der Mieter, sondern durch innovative (Einspar-) Ideen vor allem im sozialen Bereich.

Als Beispiel führte Herr Ley den eigenständigen Verein piano e.V. an. Dessen Name steht für die Schlagworte persönlich‘, ‚individuell‘, ‚Alltagshilfen‘, organisieren‘ und umschreibt den Hintergrund sowie seine Hauptaufgaben. Dessen Wirken führte unter anderem zu einer steten Verringerung der Kündigungsquote. Dieser Erfolg trug letztendlich dazu bei, dass sich der Leerstand bei Wohnungen der GWG auf zur Zeit Null(!) verringerte. Auszüge von Kunden beziehungsweise nicht vermietete Wohnungen sind nämlich erhebliche Kostenfaktoren.

Die GWG spendet an piano e. V. regelmäßig.

Ein solches Handeln mache also den Gegensatz aus zu ,Haifschspekulanten‘, so bezeichnet Herr Ley unmissverständlich jene Großunternehmer, denen es ums‚ Gewinnabräumen‘ geht.
Der GWG ist indessen mit ihrem Spagat - das erinnert uns an die gute alte ‚Soziale Marktwirtschaft‘ – der Beweis gelungen, dass es noch möglich ist, dem Kunden nicht nur eine Wohnung zu vermieten, sondern ihm Sicherheit und Geborgenheit ‚all inklusive‘ zu ‚verkaufen‘!

                   

Ein Musterbad in der Heinrich-Steul-Straße 19 nach der Modernisierung
(F.:Lantelmé)

 

 

Wißmannstraße 18-22, Rückansicht vor und nach der Modernisierung
Foto: Jörg Lantelmé


Dies gelingt mit Hilfe verschiedener Kooperationspartner. Neben piano e. V. sind das die Stadt Kassel und gemeinnützige ambulante Pfegedienste, die ein Service-, Hilfs- und Pfegeangebot gewährleisten. Perspektivisch erhalten die Menschen im Quartier bei Bedarf eine 24-stündige Versorgungssicherheit! Die GWG ist bestrebt, dass ihre Kunden bis ins höchste Lebensalter in ihren Wohnungen verbleiben können.
Nach diesem anregenden Informationsaustausch zeigte Herr Ley uns noch ein an der Wand hängendes großes Organigramm mit verschiedenfarbigen Notizzetteln, Grafken und Ablaufskizzen. „Mein ‚Baby‘!“, sagte er zu seiner aktuellen aber bestimmt nicht letzten Idee und erklärte: „Ein patentiertes System zur Heizkostenreduzierung.“

 

             

Wißmannstraße, Dachgeschosswohnzimmer nach der Modernisierung
(F.: Lantelmé)

 

            

Modernisierung Heinrich-Steul-Siedlung (F.: GWG)

Wir sind gespannt auf die Umsetzung, aber sicher, dass auch dies eine Erfolgsgeschichte wird.

KPH/Jürgen Wenzel

 
 

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