Im Blick der Öffentlichkeit

GWG macht Räume flott

09.12.14
Quelle: HNA

Wohnungsbaugesellschaft investiert 103 Millionen Euro – Erste Mieter ziehen positive Bilanz

Das Thema


Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel modernisiert für 103 Millionen Euro einen Großteil ihrer Wohnungen. Schwerpunkte sind die energetische Sanierung wie bessere Heizungsanlagen und Wärmedämmung sowie barrierefreie Zugänge.

KASSEL. Die ersten Wohnungen sind inzwischen fertig. In das Haus Am Graben 5 sind die ersten Mieter wieder eingezogen. „Der Umzug hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagen Renate (81) und Heinz Lentz (85). 13 Jahre lang hatten sie im Haus Am Graben 9 gewohnt. Vor dem Umzug hatten sie große Angst, zumal sie übergangsweise noch in eine andere Wohnung ziehen mussten. „In unserem Alter ist das eine große Belastung“, sagt Renate Lentz. Seit Ende Oktober wohnen sie in der neuen Wohnung Am Graben 5, Anfang des Jahres hatte der Umbau dort begonnen. Wohnzimmer und Küche sind jetzt offen gestaltet, die Wohnung ist mit Parkett und Fußboden- 

                

Zufrieden mit neuer Wohnung: Renate und Heinz Lentz sind vor Kurzem in ihre neue Wohnung eingezogen. Fotos: Konrad

heizung ausgestattet, hat einen breiteren Flur und ein großes, barrierefreies Bad, das auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. „Die Aufteilung ist jetzt viel besser“, sagt Heinz Lentz. Der Zugang zu der Erdgeschoss-Wohnung ist außerdem über die neu gestaltete Terrasse möglich.

In die Modernisierung der 26 durchschnittlich 64 Quadratmeter großen Wohnungen in den Häusern Am Graben 5 bis 11 investiert die GWG laut Geschäftsführer Pe-

                

Bodentiefe Fenster und Fensterläden: Trotz moderner Umgestaltung bleibt der Fünfzigerjahre-Charakter der Häuser Am Graben erhalten. Das Haus Nummer 5 (links) ist fast fertig. Rund um die Eingangstür werden noch Mosaiksteine angebracht.

ter Ley 4,3 Millionen Euro. Bis 2016 soll dort der Umbau abgeschlossen sein. Die Häuserzeile stammt aus den 1950er Jahren. „Sie war nicht mehr zeitgemäß für heutige Ansprüche und zukünftiges Wohnen“, sagt Ley.
Neben der energetischen Sanierung sei der barrierefreie Umbau wichtig gewesen, um vor allem die ErdgeschossWohnungen auch den Anforderungen der Pflegedienste anzupassen. Die GWG arbeitet mit fünf gemeinnützigen Kasseler Pflegediensten zusammen. So sei beispielsweise eine 24-stündige Versorgungssicherheit gewährleistet, etwa für Menschen der Pflegestufe 3, sowie eine kostenfreie Notrufbereitschaft.

Laut dem GWG-Chef ziehen nach dem Umbau der Häuser Am Graben 90 Prozent der Bestandskunden wieder in ihre alte Wohnung. Der größte Betrag von 30 Millionen Euro fließt in die Modernisierung der Häuser in der Heinrich-Steul-Siedlung im Stadtteil Forstfeld. Weitere Investitionsschwerpunkte sind Wohnungen an der Straße Kurze Erlen (Oberzwehren) mit 8,5 Millionen Euro, an der Breslauer Straße (Waldau) mit fünf Millionen und an der Mommenröder Straße (Philippinenhof/Warteberg) mit 3,6 Millionen Euro. Insgesamt werden mehr als 400 der insgesamt 8600 GWG-Wohnungen modernisiert. (pmk)
              

4,4 Millionen Euro bleiben übrig
GWG macht so viel Gewinn wie noch nie – 500 000 Euro Mehreinnahmen nach Mieterhöhung

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) ist die größte Vermieterin in Kassel und hat ihre Gewinne in den vergangenen Jahren kräftig gesteigert. In diesem Jahr werden laut GWG-Geschäftsführer Peter Ley vom Umsatz in Höhe von insgesamt 42 Millionen Euro 4,4 Millionen Euro Gewinn übrig bleiben. 2012 betrug der Gewinn 4,2 Millionen Euro, 2009 1,8 Millionen. 2002 waren es nur 200 000 Euro, damals standen allerdings 645 Wohnungen leer. Heute ist der Wohnungsleerstand komplett abgebaut. Ab 2019 muss die GWG 900 000 Euro von ihrem Gewinn an die Stadt Kassel zahlen, die unter dem kommunalen Schutzschirm steht.

30 Millionen Euro des 103 Millionen Euro teuren Investitionsprogramms werden über Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert, den Rest stemmt die GWG selbst ohne zusätzliches Fremdkapital. Knapp die Hälfte des Gesamtbetrages, 47 Millionen Euro, fließt in die energetische Sanierung der Wohnungen. 2012 investierte die GWG 17,7 Millionen Euro in ihren Bestand, 2011 waren es 14,8 Millionen, 2010 insgesamt 14,3 Millionen Euro.

Seit Juni 2013 zahlen 2600 GWG-Mieter sechs Prozent mehr Miete. Die Erhöhung führt zu jährlichen Mehreinnahmen von 500 000 Euro. Unter dem Strich sollen die Kosten für die Mieter trotz Mieterhöhung nicht wesentlich steigen. Ley geht davon aus, dass die Energieeinsparung von 50 bis 60 Prozent die Mieterhöhung fast ausgleichen und diese am Ende maximal 20 Cent pro Quadratmeter betragen wird. Bestandskunden zahlen 6,50 Euro pro Quadratmeter, Neukunden 7,50 Euro. (pmk)

 

 

 
 

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