Im Blick der Öffentlichkeit

„Leben im Quartier – Wohnen für Generationen“

02.04.14
Quelle: HNA

Netzwerk für Hilfe und Pflege

Gesellschaft GWG startet mit Projekt „Leben im Quartier – Wohnen für Generationen“

Von Sabine Oschmann

OBERZWEHREN. Im Alter nicht ins Heim ziehen müssen, sondern in den eigenen vier Wänden, in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben und durch ein Netzwerk vielfältiger Hilfsangebote vor Ort versorgt sein – das wünschen sich immer mehr ältere Menschen.

„Leben im Quartier - Wohnen für Generationen“ lautet der Name des Projekts der städtischen Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Gesellschaft (GWG). Mitarbeiterin Annett Martin stellte das Vorhaben für den Mattenberg und fünf weitere Stadtteile dem Ortsbeirat Oberzwehren während dessen jüngster Sitzung vor. 25 Prozent der GWG-Mieter seien über 65 Jahre alt, es handele sich oft um jahrzehntelange Mietverhältnisse, darauf wolle man sich mit dem Projekt einstellen, sagte Martin.

Kooperationspartner der GWG sind neben der Stadt der Pflegedienst der Awo und der Nachbarschaftshilfeverein piano. Die Möglichkeit der ambulante Versorgung beginnt mit dem Zuschnitt der Wohnung, die behindertengerecht sein muss. Wenn das etwa nach einem Krankenhausaufenthalt nötig wird, stellt die GWG im Quartier entweder etwas Passendes zur Verfügung oder baut die Wohnung auch mal behindertengerecht um. In dieser Zeit kann der Betroffene in einer Gäste /n Übergangswohnung mit Pflegebett leben, wo er versorgt wird.

Eine  24-Stunden-Rufbereitschaft und ein überschaubares persönlich bekanntes Pflege-Team sollen ein Sicherheitsgefühl für den Notfall geben.

Nachbarschaftshelfer trägt das Projekt mit. Die Bewohner des Quartiers sollen ein Netzwerk an Hilfe und Unterstützung aufbauen, „dabei kann sich jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten einbringen“, erläuterte Martin.

Ob Regale aufbauen, einkaufen, zum Arzt, zur Post, zur Behörde begleiten, Formulare ausfüllen, den Rollator reparieren, die Möglichkeiten gegenseitiger generationenübergreifender Hilfe sind unbegrenzt, sagte Martin. Feste Bezugspersonen prägen das Konzept der quartiersnahen Versorgung.

Die Anbindung an den Stadtteiltreff „Mittelpunkt“ soll zur weiteren Vernetzung der Bewohner beitragen und Angebote wie zum Beispiel Frühstück und Mittagessen ausgebaut werden. Der Ortsbeirat begrüßt das Vorhaben ausdrücklich und erhofft sich davon eine Verbesserung der Lebenssituation gerade älterer Menschen.

Kontakt: Tel. 70 00 17 50


 
 

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